Ungeklärte Gegenwart – Licht und Schatten des Augustinus

 

Die Denkmodelle Aurelius Augustinus‘ (354-430 n. Chr.) sind bis heute im christlichen und nachchristlichen Denken gegenwärtig. Hochschätzung und Kritik stehen unverbunden nebeneinander. Der Philosoph Peter Sloterdijk fragte anlässlich eines Besuches in Wittenberg, ob nicht eine „Befreiung vom Augustinismus“ an der Zeit wäre. Das Denken Augustins habe das christliche Abendland nachhaltig verdunkelt und traumatisiert. Der Mensch als unheilbar korruptes Wesen habe seine Liebenswürdigkeit eingebüßt, seine Gottesbeziehung die Gegenseitigkeit verloren. Gnade würde als Begnadigung ins Werk gesetzt.

Im Laufe des Jahres 2017 fragen wir genauer nach den Erleuchtungen und Verdunklungen, die wir Aurelius Augustinus verdanken. Wir tun dies in ökumenischer Perspektive und im Blick auf zeitgenössische Augustinrezeptionen.

Wir haben diese Veranstaltungsreihe mit einem Studientag in der Katholischen Akademie in Berlin begonnen. Die daran angeschlossenen monatlichen Lektüreabende werden im Herbst 2017 fortgesetzt.

Die genaue Zeitplanung, weitere Abendveranstaltungen in der Katholischen Akademie und sämtliche Referenten werden rechtzeitig auf unseren Internetseiten bekanntgegeben.


Vgl.: Blog von Dietrich Sagert, Einträge vom 10. 01. bis 22. 05. 2017.
 

Augustinus

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